Ausstellung Alain L. Marie – Deprimierende Malerei. Pastell, Mischtechnik, Fotografie

Ausstellung Marie Norderney noirci

@ Alain L. Marie

Wir laden Sie und Ihre Freunde sehr herzlich ein zur Vernissage
am Dienstag den 26.Juli 2016, 19Uhr
Begrüßung: Dr. Herbert Lackner, Oberbürgermeister der Stadt Bad Reichenhall
Gespräch und Führung mit Alain Marie
Moderiert von Dr. Brigitte Hausmann, Direktorin der Kunstakademie
AUSSTELLUNGSDAUER: 25.-30.Juli 2016,
Mo-Fr 15-18Uhr, Sa 11-14Uhr
Städtische Galerie Bad Reichenhall, Altes Feuerhaus, Aegidiplatz 3, 83435 Bad Reichenhall

 

„Deprimierende Malerei“ – ein Text von Alain Marie

„Deprimierend!“ war der Herzensschrei einer befreundeten Hamburgerin bezüglich der Winterzeit an der Waterkant.

Da einige der ausgestellten Bilder ihren Ursprung in der herbstlich-winterlichen Stimmung der Insel Norderney haben, war der Titel „Deprimierende Malerei“ schnell gefunden!

Dass „man nicht nicht kommunizieren kann“, weiß man dank Paul Watzlawick. Mit anderen Worten kommuniziert man immer und mit allen Mitteln. Dementsprechend auch mit Malerei und Bildern. Prinzipiell ist jede Kommunikation zirkulär und bringt die an der Kommunikation Beteiligten zu sich selbst zurück. Daher steht „Deprimierende Malerei“ – über den Scherz hinaus – für eine menschenleere Malerei, die den Betrachter mit der Unendlichkeit des Meeres, der Wüste und/oder der Naturkräfte konfrontiert und ihm dabei hilft, sich seiner Bedeutungslosigkeit bewusst zu werden. In einer auf Werbung, d.h. auf Lüge basierenden Gesellschaft führt diese Wahrnehmung zu einem Unbehagen, das einer depressiven Stimmung nahe kommt. Unbehagen und depressive Stimmung lassen sich dadurch erklären, dass Werbung und Lüge zu einem Leben führen, das sich auf zwei Ebenen abspielt: die Ebene der nach außen getragenen Fassade und die der inneren Empfindung. Je größer der Abstand zwischen diesen Ebenen, desto größer die inneren Spannungen und das Unbehagen und desto tiefer die depressive Stimmung. Insofern ähnelt „Deprimierende Malerei“ in ihrer Wirkung dem „Brot der Schande“ der Kabbalisten.

Dieses Bedürfnis nach Werbung ist besonders ausgeprägt bei Künstlern, die naturgemäß eher narzisstisch veranlagt sind, oder zwangsläufig narzisstischer veranlagt sind als der normale Bürger. Die Maler stellen dabei keine Ausnahme dar. Daher versteht sich auch der an sich vollkommen alberne Titel „Deprimierende Malerei“, der zwei nicht zueinanderpassende Wörter vereint und der an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist, als ironischer, ikonoklastischer Seitenhieb gegen jene Maler, die die Mediokrität ihrer Malerei und die Begrenztheit ihrer Kreativität hinter genauso lächerlichen und bombastischen Bezeichnungen zu verbergen versuchen.

Alain Marie hat seine künstlerische Laufbahn im zarten Alter von 22 Jahren als Diplomand in dem Biochemielabor der Universität Aix-Marseille begonnen. In der Forschung geht es auch darum, kreativ zu sein, Probleme zu lösen und der Erste im Ziel zu sein. Genauso wie in der Kunst ist der Zweite im Ziel der Erste, der an die Tür der Arbeitsagentur klopft. Nach 12 Jahren Forschung/Kunst in Biochemie in Frankreich, Kanada und Deutschland war es Zeit, den Gang (nicht nach Canossa…) in die Privatwirtschaft zu machen. Nach 23-jähriger Tätigkeit in der Industrie kam die Zeit des wohlverdienten Ruhestands. Seitdem wird Kunst in seiner gewöhnlichen Form gemacht, d.h. Malerei (Acryl, Pastell, Mischtechnik) bzw. Photographie.

 

mail.to@kunstakademie-reichenhall.de
Tel: 08651/3713

 

Ausstellung Inge Cascante – Farbwelten

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@Inge Cascante

 

Eröffnung          Donnerstag, 09. Juni 2016, 18 Uhr

Begrüßung: Monika G. Tauber-Spring, Kulturreferentin der Stadt Bad Reichenhall                                                                                                                                                          Dr. Brigitte Hausmann, Direktorin der Kunstakademie   

                                      

Einführung:        Gerhard Almbauer, Künstler und Dozent der Kunstakademie

Inge Cascante und Gerhard Almbauer stehen Ihnen am Eröffnungsabend gerne für ein Gespräch zur Verfügung.

Laufzeit  10. Juni bis 07. Juli 2016 Mo – Fr. 15-18 Uhr und Sa 11 – 14 Uhr

Ort  Städtische Galerie Bad Reichenhall Altes Feuerhaus Aegidiplatz 3 83435 Bad Reichenhall

Die Künstlerin Inge Cascante wurde 1962 in Wuppertal geboren. Sie absolvierte ihr Jura-Studium und Referendariat in Münster, Marburg und Tübingen. Sie war zunächst als Rechtsanwältin tätig, beschloss aber nach mehrmonatigen Auslandsaufenthalten in Boston, Paris, Sidney und Chicago, ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen, und wurde 2002 selbständige Künstlerin.

Ihre künstlerische Ausbildung vertiefte sie insbesondere an der Kunstakademie Bad Reichenhall bei Gerhard Almbauer, aber auch u.a. in der Kunstwerkstatt Allgäu, an der Akademie Faber-Castell und im Individualworkshop in Amsterdam. Seit 2005 hatte sie eine Reihe von Einzel- und Gruppen-ausstellungen und gestaltete zuletzt mit einem Konzept von 11 großformatigen Gemälden aus ihrer „Stella“-Reihe den Eingangsbereich des Gesundheitszentrums des Universitätsklinikums Tübingen.

 

In der Ausstellung wird eine Auswahl abstrakter Werke der Künstlerin Inge Cascante gezeigt. Darunter finden sich auch Gemälde aus ihrer „Stella“ Reihe und ein Beispiel aus ihrer „Mundus“ Reihe. In diesen beiden Reihen nähert sich die Künstlerin dem Dasein aus verschiedenen Perspektiven: In den „Stella“ Bildern versucht sie, das Sein nicht statisch, sondern als ewigen Wandel zu erfassen. Ausgehend von Heraklits berühmten Satz „Alles fließt“ trocknet zwar die Farbe, das Bild aber hört nicht auf zu fließen. Den Stella-Bildern sieht man noch im fertigen Zustand den Prozess an; sie drücken Bewegung und Leichtigkeit aus – die Dynamik unserer Welt. In den „Mundus“ Gemälden stehen einzelne Vierecke nebeneinander, die Teile einer Welt darstellen, kleine Ausschnitte des großen Ganzen, das sich zusammenfügt. Damit sind sie einerseits Sinnbild für die Vielfalt unserer Welt und andererseits stehen sie für die Einheit, die aus dieser Vielfalt erwächst – oder trotz ihr bestehen bleibt.

 

Inge Cascante will mit ihren Werken etwas Neues entstehen lassen. Die Farben drängen in den Vordergrund, ohne allein den Effekt zu bestimmen. Ihre abstrakten Bilder schaffen bewusst Platz für Assoziationen, lassen sich nicht gegenständlich einengen. Vielmehr soll eine eigene emotionale Wirklichkeit im Betrachter geschaffen werden.

 

 

 

 

 

Finissage Ausstellung Walter Dechant „Girls talk…“

2.Juni 2016, 19Uhr

Städtische Galerie Bad Reichenhall

Der Künstler Walter Dechant zeigt zum einen eine Auswahl seiner kleinformatigen Frauenporträts, die im Rahmen des Projekts »A PORTRAIT A DAY« über ein
Jahr von Juli 2014 bis Juni 2015 täglich entstanden sind. Zum anderen werden
aber auch großformatige Porträtarbeiten vorgestellt, die ganz aktuell und zu einem
Großteil in den Atelierräumen der Kunstakademie Bad Reichenhall entstanden
sind u.a. ein 8 m langer und 1 m hoher Porträtfries mit dem Titel »Christina«.
Der Künstler wird bei der Finissage persönlich anwesend sein. Für Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus ist gesorgt!

Ausstellung Dechant Website